Die dritte Runde der Tarifverhandlungen für die niedersächsische Metall- und Elektroindustrie zwischen NiedersachsenMetall und der IG Metall ist ohne Annäherung in der Entgeltfrage zu Ende gegangen. Vertieft wurde hingegen der Austausch über tarifliche Instrumente zur Sicherung von Investitionen, Innovationen, Standorten und Beschäftigung.
„Wir sind auf einem guten Weg. Es ist richtig, dass wir gemeinsam darüber sprechen, wie flexibel Tarifpolitik zur Zukunftssicherung unserer Industrie in Niedersachsen ausgestaltet sein sollte. Bei der Entgeltentwicklung liegen wir jedoch noch auseinander“, erklärt Verhandlungsführer Dr. Mladen Petkovic. NiedersachsenMetall-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt sagt: „Wir wollen eine Lösung, die möglichst viel Wertschöpfung, Investitionskraft und Beschäftigung am Standort Niedersachsen hält.“
Gerade im Autoland Niedersachsen stünden viele Zulieferer unter erheblichem Druck. Zusätzliche Kosten träfen auf eine angespannte Lage. Schmidt: „Unsere Unternehmen brauchen Lösungen, die ihnen Luft für Investitionen und Beschäftigung lassen. Nur wirtschaftlich gesunde Betriebe können dauerhaft gute Arbeitsplätze sichern.“
Die laufenden Warnstreiks verschärften dagegen die Probleme. „Wenn Unternehmen um Aufträge, Investitionen und ihre Zukunft kämpfen, verursachen Produktionsausfälle zusätzliche Schmerzen. Verlorene Wettbewerbsfähigkeit lässt sich nicht zurückstreiken“, betont Schmidt. Entscheidend sei deshalb, die Gespräche zügig zu einer tragfähigen Lösung zu führen. „Wir brauchen einen Abschluss, der Unternehmen und Beschäftigten eine Perspektive eröffnet. Dafür müssen wir am Verhandlungstisch vorankommen – ob nun in Niedersachsen oder anderswo.“
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