Bildungsforum 2017: Preis der Stiftung NiedersachsenMetall

Ministerpräsident Stephan Weil überreicht den Preis der Stiftung NiedersachsenMetall 2017 an Lehrkräfte aus Laatzen, Hildesheim, Lüneburg und Papenburg.

Anlässlich des Bildungsforums 2017 hat die Stiftung NiedersachsenMetall heute vier Lehrer der MINT-Fächer (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik) für ihre herausragende Arbeit mit dem „Preis der Stiftung NiedersachsenMetall“ in der Galerie Herrenhausen geehrt.

Mohammad Abdolvahabi  von der Realschule Himmelsthür in Hildesheim, Hendrika van Waveren vom Erich-Kästner-Gymnasium Laatzen, Thomas Claußen vom Gymnasium Papenburg und Dr. Katharina Hickmann vom Gymnasium Herderschule in Lüneburg nahmen vor rund 400 geladenen Gästen ihre Urkunden vom Niedersächsischen Ministerpräsidenten Stephan Weil und Dr. Joachim Kreuzburg, Kuratoriumsvorsitzender der Stiftung, entgegen. Eine Jury hatte zuvor die Preisträger für die drei Hauptpreise in Höhe von je 5.000 Euro und den Sonderpreis in Höhe von 2.500 Euro ausgewählt.

Der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall und Stiftungsvorstand Dr. Volker Schmidt unterstrich die Bedeutung dieser Auszeichnung: „Mit dem Preis der Stiftung NiedersachsenMetall würdigen wir die herausragende Leistung derer, die den großen Teil der Verantwortung tragen, Schülerinnen und Schüler täglich für MINT-Berufe zu begeistern. Mit unserer Stiftung NiedersachsenMetall und herausragenden Projekten wie der IdeenExpo wollen wir sie dabei zusätzlich unterstützen.“

So habe die Stiftung NiedersachsenMetall mit ihrem zwölfköpfigen Team in den letzten Jahren Beachtliches geleistet, erläuterte Schmidt. So wurden durch die Stiftungsprojekte in den vergangenen vierzehn Jahren über 180.000 Schülerinnen und Schüler sowie über spezielle Angebote und Fortbildungen über 19.000 Lehrerinnen und Lehrer erreicht. Auch die IdeenExpo entwickele sich beständig weiter und sei mit über 360.000 Besuchern in diesem Jahr bundesweit das mit Abstand größte Jugend-Event für Naturwissenschaften und Technik.

Mit dem Thema Inklusive Schulen beschäftigte sich Rainer Schmidt im anschließenden Festvortrag. Der Theologe ist mit einer Körperbehinderung aufgewachsen und war zehn Jahre lang Dozent für inklusive Bildung am Pädagogisch-Theologischen Institut in Bonn. „Unsere Schulen müssen die Kunst des Zusammenlernens von sehr verschiedenen Menschen einüben“, sagt er.

Hierzu müsse der Unterricht und die Unterrichtsmaterialien auf die Fähigkeiten der Kinder individuell angepasst werden, z.B. mit einer anderen Didaktik, mehr Projekt- oder Wochenarbeit. Der Lehrer gibt nur noch das Setting vor; wie die Schüler es umsetzten, bleibe ihnen überlassen „Davon profitieren nicht nur Schüler mit Behinderung, sondern auch die Hochbegabten“, ist er sich sicher.  Denn Inklusion sei in vielen Ländern längst Praxis, wie in der Schweiz oder Finnland: „Studien belegen, dass alle Schüler dadurch besser werden.“  

Hintergrund zum Preis der Stiftung NiedersachsenMetall:

Der Preis richtet sich an Lehrerinnen und Lehrer der Fächer Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) aller allgemeinbildenden Schulen und Fachgymnasien in Niedersachsen, die einen überdurchschnittlichen Einsatz für ihre Schule oder ihre Schülerinnen und Schüler erbracht haben. In die Bewertung durch die Jury fließen insbesondere folgende Kriterien mit ein:

  • Besondere Leistungen im Unterricht
  • Engagement für Projekte an der Schule
  • Förderung der Teilnahme an Wettbewerben
  • Einsatz für die Kooperation mit externen Partnern

Fotos: Philipp von Ditfurth

Mehr zur Stiftung NiedersachsenMetall

Link: Webseite der Stiftung NiedersachsenMetall

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