Die von US-Präsident Donald Trump angekündigten Strafzölle von 25 Prozent auf Stahl und Aluminium kommentiert der Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall, Dr. Volker Schmidt, wie folgt:

„Präsident Trump versucht mit der Brechstange die Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Stahl- und Aluminiumproduzenten wieder herzustellen und setzt so ein brandgefährliches Spiel in Gang. So kommt zunächst unsere niedersächsische Stahl- und Aluminiumindustrie mit ihren weit über 10.000 Beschäftigten unter Druck. Bei Einfuhrzöllen in dieser Höhe wird es schwer, künftig den amerikanischen Markt noch rentabel zu bedienen. Dabei gehen über 7 Prozent der Exporte gehen nach Nordamerika. Und auch der Billigstahl aus Fernost wird sich neue Märkte suchen und den europäischen Markt zusätzlich unter Druck setzen.

Sollte sich die Lage weiter hoch schaukeln und eine EU-seitige Reaktion erfolgen – was im Übrigen legitim wäre – droht eine Handelsauseinandersetzung, die auf weitere Branchen fundamentale Auswirkungen haben wird. Neben den an sich schon schmerzhaften Auswirkungen für die Stahl- und Aluminiumproduzenten selbst, liegt hierin eine Gefahr geradezu exponentiellen Ausmaßes. Die drohenden Verwerfungen im freien Welthandel wären katastrophal für unsere Industrie, die wie keine andere vom Export abhängt und von deren Erfolg der derzeitige Aufschwung in Deutschland maßgeblich abhängt.

Dabei versucht Donald Trump mit seiner Handelspolitik die Chinesen zu treffen. Sein Schrotschuss wird sich allerdings als Rohrkrepierer erweisen. Denn auch die amerikanische Industrie ist abhängig von qualitativ hochwertigen Spezialstählen aus dem Ausland. Diese werden aber mit diesen Sanktionen aus dem Markt gedrängt.“

Ansprechpartner

Christian Budde

Christian Budde

Geschäftsführer Kommunikation, Pressesprecher

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