Zum Vorstoß des Wirtschaftsrats der CDU, Zahnarztleistungen von den gesetzlich Versicherten künftig selbst zahlen zu lassen, sagt NiedersachsenMetall-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt:
„Der Sozialstaat hat zweifellos dringenden Reformbedarf, insbesondere mit Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen und fehlende Arbeitsanreize. Zur Überwindung der momentanen Wirtschaftskrise braucht es grundlegende Reformen – mit unausgegorenen Vorschlägen zur Kostenübernahme von Zahnarztleistungen wird sich der Wirtschaftsstandort kaum wieder zurück in die Spur bringen lassen. Das alles ist nicht mehr ernst zu nehmen. Die Zeiten, in denen sich der soziale Status eines Menschen an dessen Lächeln erkennen ließ, sind glücklicherweise vorüber. Um eine Implosion der Kosten insbesondere bei ambulanten Behandlungen zu verhindern, wäre mit mehr Eigenverantwortung der Versicherten schon viel gewonnen: Etwa durch eine vorübergehende Auslage der ambulanten Behandlungskosten auch durch gesetzlich Versicherte, mit Ausnahme von chronisch Kranken und Geringverdienern. Auf diese Weise entständen Transparenz und damit mehr Kostenbewusstsein – denn daran mangelt es in unserem System ganz erheblich.“
02. Februar 2026