Statement
Diskurs
16. Dezember 2025

EU-Dirigismus bedeutet Verbrenner-Verbot durch die Hintertür

Zu den heute von der EU-Kommission vorgestellten Plänen zum veränderten Verbrenner-Aus sagt NiedersachsenMetall-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt: 

„Das Verbrenner-Verbot light der EU verschafft unserer Autoindustrie eine wichtige Atempause – eine Trendumkehr werden die Pläne aber nicht einleiten. Was das 90-Prozent-Ziel durch seine Technologieoffenheit an mehr Wettbewerbsfähigkeit ermöglichen könnte – Stichwort Efuels oder Hybride – macht die neu eingeführte Elektroquote für Unternehmensflotten zunichte. Es ist faktisch ein Verbrennerverbot durch die Hintertür. Während wir über den Abbau von Bürokratie diskutieren, greift die EU durch ihre dirigistischen Vorgaben in Wertschöpfung, Wettbewerb, Preise und Angebote ein. Die hohen Margen, die das Verbrennergeschäft Herstellern und Zulieferern bietet, werden sich durch die erwartbar geringeren Verkaufszahlen auf dem reinen Privatkunden-Markt nicht erzielen lassen – immerhin machen Flottenbetreiber rund 60 Prozent aller Neuzulassungen aus. Zu spüren bekommen das diejenigen, die ein bezahlbares Auto kaufen wollen. Der dramatische Verlust an Wertschöpfung und Arbeitsplätzen in der Industrie wird sich durch die neuen Vorschläge kaum aufhalten lassen. Umso mehr kommt es im weiteren Verfahren auf die Regierungschefs und das EU-Parlament an.“  

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