NiedersachsenMetall zur kommenden Tarifrunde 2020 in der Metall- und Elektro-Industrie

Kommentar von Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall:

„Wir stehen vor der schwierigsten Tarifrunde seit zehn Jahren. Die Zeiten, in denen Verteilungsprobleme aus dem Zuwachs gelöst werden konnten, sind nach neun Jahren Konjunkturaufschwung vorbei. Die große Mehrzahl unserer Unternehmen operiert auf stagnierenden oder schrumpfenden Märkten. Dies gilt für den Maschinenbau, es gilt noch stärker für die Automobilindustrie, die vor geradezu tektonischen Umwälzungen steht. Die in erster Linie politisch verursachte Krise in der Autoindustrie frisst sich durch, tief hinein in andere Wirtschaftszweige wie den Werkzeugmaschinenbau und die industrienahen Dienstleistungen. Hinzu treten globale Handelskonflikte, die für die gesamte Industrie fast durchgehend zu Umsatzrückgängen auf den Auslandsmärkten führen.

Wenn die IG Metall gemeinsam mit den Arbeitgeberverbänden den Flächentarifvertrag erhalten und die weitere Flucht mittelständischer Betriebe aus dem Flächentarifvertrag verhindern will, ist sie jetzt gefordert, mit Realismus und gemeinsam mit den Arbeitgebern pragmatische Antworten auf die größte Krise unserer Industrie seit einem Jahrzehnt zu finden.“

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Tarifpolitik
"Zahlungsfähigkeit erhalten, Planungssicherheit geben. Ein Tarifvertrag im Zeichen der Vernunft."
— Dr. Volker Schmidt, Hauptgeschäftsführer von NiedersachsenMetall
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