NiedersachsenMetall zur Veröffentlichung der Arbeitsmarktzahlen

„Katastrophaler Wirtschaftseinbruch schlägt am Arbeitsmarkt durch – 10,1 Mio. Kurzarbeiter sind ein Weckruf für die Bundesregierung: Mit Weltuntergangsszenarien rettet man die Wirtschaft nicht.“

Die Bundesagentur für Arbeit hat am heutigen Mittwoch die Arbeitsmarktzahlen vorgelegt. Deutschlands Unternehmen haben bis zum 26. April für 10,1 Millionen Menschen Kurzarbeit angemeldet – ein Rekordwert.

Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Schmidt kommentiert: „Die katastrophale Situation der Unternehmen beginnt auf den Arbeitsmarkt durchzuschlagen. Dabei spricht Einiges dafür, dass wir erst am Anfang einer unheilvollen Entwicklung stehen. 10,1 Millionen Kurzarbeiter und 2,6 Millionen Arbeitslose sind ein Weckruf für die Bundesregierung.“

Schmidt kritisiert, dass die Datenbasis für den Shutdown von Tag zu Tag fragwürdiger werde und das ständige Herumeiern des RKI mit höchst umstrittenen Indikatoren mehr verunsichere als dass es Gewissheit gebe. Schmidt: "Die Unternehmen brauchen Planungssicherheit, die Menschen brauchen eine positive Perspektive. Wer ständig Weltuntergangsszenarien beschwört, motiviert Niemanden zu investieren, entmutigt die Verbraucher, größere Anschaffungen vorzunehmen und verschärft die Krise von Monat zu Monat. Alle Erfahrungen zeigen, Wirtschaft hat immer noch sehr viel mit Psychologie zu tun.“

Schmidt betont, die Politik habe in den vergangenen acht Wochen in einem wahren Kraftakt Vieles richtig gemacht. Die massive Aufrüstung unseres Gesundheitswesens in kürzester Zeit sei ohne Beispiel. Auch sei es gelungen, viele Unternehmen fürs erste zu stabilisieren. Aber Kredite und Zuschüsse können auf Dauer kein Ersatz für ausbleibende Umsätze sein. Schmidt: "Der wirtschaftliche Flurschaden ist bereits unermesslich. Jetzt geht es um Schadensbegrenzung. Wir müssen die Pferde wieder zum Saufen zu bringen. Deswegen darf die Politik die Menschen nicht länger entmündigen, sie muss sie ermutigen! Denn ein hoher Gesundheitsschutz und ein verantwortlicher Umgang mit der Freiheit sind keine Gegensätze."

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