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Hannover |  24. Juli 2017

Innovationsatlas des iw Köln: Niedersachsen überdurchschnittlich bei Innovationskraft

Der Innovationsatlas des Instituts der deutschen Wirtschaft Köln (IW) hat ein differenziertes Bild für Niedersachsen zu Tage gebracht: das Land erzielt bei Forschungs- und Entwicklungsintensität, Beschäftigung von MINT-Experten und bei den Patenten im Vergleich zu anderen Bundesländern durchschnittliche bis überdurchschnittliche Werte. Bei der "Gründungsintensität in innovationsaffinen Branchen" läuft Niedersachsen allerdings anderen Ländern hinterher.

Das Land profitiert von Volkswagen mit der hier beheimateten Konzernentwicklung und auch von den anderen großen Systemlieferanten des Mobilitätssektors. Sie wirken als Innovationsmotor weit in die mittelständischen Strukturen etwa der Zulieferer und der Maschinen- und Anlagenbauer hinein. Gleichzeitig entsteht hier am Standort aber so auch ein enormer Wettbewerb um die klügsten Köpfe. Deshalb fordert NiedersachsenMetall seit Langem eine steuerliche Förderung von Forschung und Entwicklung. Davon profitiert vor allem der industrielle Mittelstand und hier besteht im Ländervergleich großer Nachholbedarf. Eine solche Förderung würde sich auch positiv auf Gründungen auswirken, denn sie sorgt für unmittelbare Liquidität. Diese bleibt das größte Problem der Startups. Auch an der Unterstützungsinfrastruktur müssen wir weiter arbeiten. Mit dem Laserzentrum Hannover (LZH), dem Produktionstechnischen Zentrum für Hannover (PZH) oder Deutschen Institut für Kautschuktechnologie (DIK) gibt es bereits exzellente und außerordentlich erfolgreiche Institutionen am Standort.

Und Stichwort Breitband? Niedersachsen liegt zwar im Bundesschnitt, hier zählt aber vielmehr der internationale Vergleich. Breitband ist die unersetzliche Basis für Innovation und Digitalisierung. Hier setzen wir immer noch vorrangig auf Kupfer, wo eigentlich Glasfaser angesagt wäre. Wenn man auf der Strecke zwischen Hannover und Hamburg noch nicht einmal ein unterbrechungsfreies Telefonat führen kann - von einer schnellen Internetverbindung ganz zu schweigen - , kann das unserem Anspruch als Innovationsstandort nicht gerecht werden. Andere Länder sind da viel weiter.

Hier geht es zur Pressemitteilung des iw Köln zum heute vorgestellten Innovationsatlas.

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