FAQ zum Investitionsförderprogramm der NBank

Die niedersächsische Landesregierung hat im Rahmen des Konjunkturprogramms ein Investitions- und Innovationspaket mit einem Umfang von 410 Millionen Euro für die niedersächsische Wirtschaft aufgelegt.

Unternehmen, die durch die Folgen der Corona-Pandemie Umsatzeinbrüche erlitten haben und nun mit Investitions- und Innovationsvorhaben zum wirtschaftlichen Neustart beitragen wollen, können einen nicht zurückzahlbaren Zuschuss bei der NBank erhalten. Die NBank beantwortet die häufigsten Fragen.

FAQ zum Investitionsförderprogramm

Unternehmen der Automobilwirtschaft, der gewerblichen Wirtschaft oder des Handwerks mit Sitz oder Betriebsstätte in Niedersachsen, die vor dem 01.03.2020 gegründet worden und dauerhaft am Markt als Unternehmen tätig sind sowie die Realisierung eines Investitionsvorhabens in Niedersachsen planen.

Ausgaben für Investitionsgüter mit einer gewöhnlichen Nutzungsdauer von mindestens 5 Jahren. Das Wirtschaftsgut muss im Sachanlagevermögen des Unternehmens aktiviert sein. Eine Zweckbindungsprüfung wird nicht erfolgen.

Die Zuwendung wird als nicht rückzahlbarer Zuschuss in Form der Anteilfinanzierung zur Projektförderung gewährt.

Unternehmen der gewerblichen Wirtschaft oder des Handwerks erhalten einmalig einen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 50 % der förderfähigen Ausgaben:

… 50 % für Investitionen bis 200.000 EUR

... 40 % für Investitionen bis 625.000 EUR

Unternehmen der Automobilwirtschaft erhalten zusätzlich einen einmaligen nicht rückzahlbaren Zuschuss von bis zu 30 % der förderfähigen Ausgaben:

... 30 % für Investitionen bis 1.650.000 EUR

... 20 % für Investitionen bis 4.000.000 EUR

Die maximale Fördersumme beträgt 800.000 EUR, dies entspricht der Höchstsumme nach der Bundesregelung Kleinbeihilfen 2020 in der jeweils geltenden Fassung. Nach der gleichen Rechtsgrundlage gewährte Beihilfen werden angerechnet. Fördervorhaben mit einer Fördersumme unter 5.000 EUR sind nicht förderfähig (Bagatellgrenze).

Die Antragsstellung erfolgt je Betriebsstätte. Allerdings darf die konzernbezogene maximale Höhe der Kleinbeihilfen 800.000 EUR nicht überschreiten.

Ja, jedes Unternehmen einer Unternehmensgruppe kann einen eigenen Antrag stellen. Die maximale Förderhöchstsumme von 800.000 EUR gilt für die Unternehmensgruppe und nicht für jedes einzelne Unternehmen dieser Gruppe. Dies bedeutet, dass die Förderungen der einzelnen Unternehmen einer Gruppe sind zu addieren. Die so ermittelte Gesamtförderung darf 800.000 EUR nicht übersteigen.

Eine Antragstellung ist auch für Start-ups möglich, die bis Ende 2019 gegründet wurden. Kann ein Abgleich der Umsätze in den Monaten April 2020 bis Juni 2020 gegenüber dem Vorjahreszeitraum nicht erfolgen, können andere geeignete Monate herangezogen werden, um den Umsatzrückgang darzustellen.

Es wird hier der genannte Zeitraum bewertet (kumuliert). Ist dieser Wert – im Vergleich zum Vorjahr negativ, ist von einem Umsatzverlust auszugehen.

Es gibt keine Definition zur Prozessoptimierung. Es werden die schriftlichen Ausführungen bei Antragstellung bewertet.

Es gibt keine konkrete Definition zu den Investitionskosten. Das Investitionsvorhaben soll mittelfristig Beschäftigung absichern und durch Arbeits- und Prozessoptimierung einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens soll erhöht werden.

Nicht förderfähig sind Ausgaben für Finanzierungen, die Umsatzsteuer, die nach dem UStG als Vorsteuer abziehbar ist, Leasing- oder Mietausgaben, Personalausgaben, Eigenleistungen, Ausgaben für Grunderwerb, in einem Sammelposten zusammengefasste geringwertige Wirtschaftsgüter und Einzelbelege, deren Betrag unterhalb von 500 EUR liegt.

Ja, das Investitionsvorhaben muss einen Beitrag zum Klimaschutz leisten. Unter den Begriff des Klimaschutzes fallen Maßnahmen, die der Erderwärmung und einem damit verbundenen Klimawandel entgegenwirken. Dies könnten beispielsweise Vorhaben zur Einsparung des CO2-Ausstoßes sein. Im Antragsformular muss der Antragsteller bestätigen, dass die Investitionsmaßnahme den Anforderungen des Klimaschutzes entspricht.

Ja, dies ist möglich. Die Schaffung eines neuen Geschäftsbereichs trägt zur Beschäftigungssicherung bei. Zudem wird davon ausgegangen, dass alle neu anzuschaffenden Wirtschaftsgüter dem Klimaaspekt entsprechen.

Ja, wenn dadurch ein Beitrag zum Klimaschutz geleistet wird bzw. die Beschäftigung mittelfristig gesichert ist.

Ja, auch gebrauchte Wirtschaftsgüter gehören zu den förderfähigen Kosten, da sie zur mittelfristigen Sicherung der Beschäftigung beitragen können.

Entscheidend ist die Zulassung zum öffentlichen Straßenverkehr. Ist der Anhänger/Auflieger zugelassen, wird er als Fahrzeug gewertet.

Nein, eine parallele Antragstellung für das Investitionsvorhaben nach anderen Zuschussförderprogrammen des Landes oder des Bundes ist ausgeschlossen.

Nein, alle Leasingformen sind von der Förderung grundsätzlich ausgeschlossen.

Sofern die Güter im Sachanlagevermögen des Unternehmens aktiviert werden und dort mindestens 5 Jahre verbleiben, wäre eine Förderung ggfs. Möglich. Die Entscheidung über die Förderung erfolgt einzelfallbezogen.

Das Antragsformular sieht unter den „sonstigen Ausgaben“ ausschließlich Investitionen für Fahrzeuge vor. Alle weiteren Investitionen sind unter Sachausgaben anzugeben.

Sofern das geförderte Wirtschaftsgut nicht durch ein ähnliches oder ein höherwertiges Wirtschaftsgut ersetzt wird, wäre der Zuschuss zurückzuzahlen.

Der Umsatz, auch Erlös genannt, ist die Summe aller Einnahmen, die durch Forderung oder Rechnungsstellung an andere, für Produkte und Dienstleistungen eines Unternehmens entsteht.

Ja, eine Antragsstellung im Rahmen einer Betriebsaufspaltung ist möglich, da Betriebsgesellschaft und Besitzgesellschaft gesamtschuldnerisch haften.

Neustart Niedersachsen Investition

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